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3. Deutsche Pokalmeisterschaften in Schönmünzach (Schwarzwald) Von bundesweit 20 Tischtennis-Verbänden, die ihre jeweiligen Kreispokalsieger ins Rennen schickten, wurde Hamburg (HTTV) in der C-Klasse (Kreisebene) bei den diesjährigen Pokalmeisterschaften vom 20. bis 23. Mai durch die 2. Herrenmannschaft des SC Condor vertreten. Wir spielten in der Aufstellung: Adolf Klotz, Stefan Keil und Andreas Krüger. Ohne zu wissen, was uns genau erwartet, gingen wir die Meisterschaften olympisch an: Dabeisein ist alles und zum Tischtennisspielen haben wir alles dabei. Bereits die Hinfahrt war olympisch: Mittwochnacht um 1:30 ging es mit dem PKW auf die 700 km lange Strecke, so waren wir pünktlich zur Team-Meldung morgens im Kurhaus Schönmünzach und, wie sich schnell herausstellte, in einem kleinen verträumten Örtchen gelandet. Unsere Unterbringung in der kuscheligen Pension "Waldesruh" erwies sich auch als solche: am Waldrand und sehr ruhig, jedoch günstig gelegen, da es nur 5 Gehminuten zum eigens errichteten Festzelt waren. Nach der Team-Meldung erfuhren wir nun alle Details und Modalitäten. Gespielt wird in 4 Fünfergruppen, verkürzter Swaythling-Cup Spielmodus und die beiden Gruppenersten qualifizieren sich für die Viertelfinals. Unsere Mitstreiter kamen bunt gemischt aus ganz Deutschland: TSV Reichenbach (Hessen), TSV Ziegelhausen (Baden), SV Schwalbe Düren (Niedersachsen) und Carl Zeiss Jena (Thüringen). Da der Donnerstag spielfrei für uns war, konnten wir uns von der nächtlichen Fahrt erholen und in aller Ruhe die Spielstätte im Nachbarort Klosterreichenbach ansehen. Freitag standen dann die ersten 2 Spiele für uns auf dem Plan: In der Frühpartie um 8:00 ging es gegen Ziegelhausen. Die Badener erwiesen sich im wahrsten Sinne des Wortes ausgeschlafener als wir und schlugen uns leider recht mühelos mit 4:0. Naja, klassischer Fehlstart eben, aber in der 16:00-Partie gegen Carl Zeiss Jena hatten wir uns Einiges vorgenommen. Leider auch vergeblich, denn wir verloren mit 1:4. Egal, nun nahmen wir die Sache entspannt olympisch, da ein Weiterkommen so gut wie ausgeschlossen war. Am Samstag standen die beiden verbleibenden Spiele aus. Was wir derzeit noch nicht wussten: diese beiden Mannschaften würden später in den Viertelfinals stehen. Immerhin, dem späteren Gruppensieger Reichenbach trotzten wir ein beachtliches 2:4 ab. Das letzte Spiel gegen Schwalbe Düren wurde dann noch etwas spannend, denn schließlich entschied dieses Spiel, wer Gruppenzweiter würde und Ziegelhausen fieberte mit uns mit. Wir verloren 1:4 (der Condor konnte sich nicht die Schwalbe holen) und Schwalbe Düren kam weiter. Alles in allem war es ein tolles Ereignis. Zwar schenkten wir unseren Gegnern alle Punkte, aber wir waren dabei. Vielleicht hatten wir auch mehr Spaß, als Mannschaften, die sich ein Weiterkommen fest vorgenommen hatten. Was Schönmünzach für die Pokalmeisterschaften auf die Beine gestellt hatte, kann sich sehen lassen. Das Festzelt mit dem abendlichen Rahmenprogramm brachte Stimmung, überall sah man rotbekleidete "Crew"-Mitglieder, die den reibungslosen Ablauf organisierten und unsere Pension kann man empfehlen Unsere Erkenntnis "die anderen kochen auch nur mit Wasser" brachte uns zwar keinen Sieg, weckte jedoch den Sportsgeist, es im nächsten Jahr wieder zu versuchen und wer weiß, vielleicht segelt dann der Condor zum ersten Sieg, sofern wir denn wieder dabei sein dürfen.
(Adolf Klotz)
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